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Erlbach; Eine Liste und ein Bürgermeisterkandidat

Eine Liste und ein Bürgermeisterkandidat

Franz Watzinger. Foto: hok
Die Pfarrkirche St. Petrus prägt die Ortsmitte von Erlbach. − Foto: hok

Erlbach |  28.02.2014

In Erlbach haben sich die Wogen wieder geglättet: Nur eine Liste wird zur Kommunalwahl am 16. März in der kleinen Holzland-Gemeinde antreten, mit Franz Watzinger gibt es auch nur einen einzigen Bewerber um das Amt des ersten Bürgermeisters.

Das war 2008 anders gewesen: Damals war kurz vor dem Urnengang eine zweite Liste aus der Taufe gehoben worden, die "Liste Erlbacher Bürger" (LEB). Das wurde vielfach als Bruch mit den althergebrachten dörflichen Konventionen gesehen, hatte es doch traditionell immer nur eine Liste gegeben.

Mit "LEB"-Spitzenkandidat Alexander Rudy gab es neben Franz Watzinger einen zweiten Bewerber um die Nachfolge von Josef Ostermeier. Für den Fall seiner Wahl hatte er "frischen Wind" versprochen – so unverfänglich das klingen mochte, wurde es doch fast als Kritik an der bisherigen Gemeindepolitik angesehen. Dass sich zwei Gemeindebürger um den Posten des ersten Bürgermeisters bewarben, hatte es freilich auch in früheren Jahren schon einmal gegeben.

Alexander Rudy unterlag bei der Bürgermeisterwahl 2008, schaffte aber den Sprung in den Gemeinderat. Er starb im September 2009 nach kaum eineinhalb Jahren Arbeit in dem Gremium völlig überraschend mit nur 39 Jahren. Damit hatte die "LEB" ihre treibende Kraft verloren.

Bei der Nominierungsversammlung im November 2013 hieß es, dass sich die "Liste Erlbacher Bürger" (LEB) auflösen wird, ihre Mitglieder schließen sich der "UEL" an, der "Unabhängigen Erlbacher Liste". Diese war wiederum durch eine Umbenennung aus den bisherigen Freien Wählern hervorgegangen: Damit wollte man sich klar von den landesweit tätigen Freien Wählern des Hubert Aiwanger abgrenzen, um zu zeigen, dass man sich ganz auf die Arbeit vor Ort im nordöstlichen Landkreis Altötting konzentriert und sonst keine weiterreichenden Ambitionen verfolgt.

Somit dürfte klar sein, dass die Erlbacher Rathauspolitik auch in der Wahlperiode von 2014 bis 2020 wie schon in früheren Jahrzehnten von Gemeinsamkeit und Konsens geprägt sein wird. Falls es wirklich mal Meinungsverschiedenheiten gibt, werden diese traditionell leise und sachlich beigelegt, für Streit ist kein Platz.

Dass dies aber auf der anderen Seite womöglich schon von vornherein auch als ein wenig eintönig und spannungsarm empfunden werden könnte, zeichnete sich bei der Nominierungsversammlung im Gasthaus Prostmeier ab: Nur rund 40 Bürger kamen, was sowohl Bürgermeister Franz Watzinger als auch Versammlungsleiter Willi Stolz beklagten. Watzinger wörtlich: "Es reicht nicht, zufrieden zu sein, man sollte es durch Anwesenheit auch kundtun".   − hok/afb

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