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Frühschoppen in Winhöring

Politischer Frühschoppen der FW Winhöring

Winhöring. Mit einer starken Mannschaft wie bei noch keiner Bundes- oder Landtagswahl vorher treten die Freien Wähler im September gegen übermächtig scheinende Konkurrenz an. Am Sonntag kamen ins Café Kronberger interessierte Bürger, um zu hören, was die Kandidaten der Freien Wähler zu bieten haben. Der Ortsvorsitzende der FW Winhöring Gemeindewohl Gerhard Krause begrüßte zu der Veranstaltung den amtierenden Bürgermeister Hans Daferner, den Altbürgermeister Lippert und die Kandidaten, die sich in kurzen Statements vorstellten.

Konrad Heuwieser, 64, kandidiert als Direktkandidat für den Bezirkstag. Seine Hauptthemen sind Jugend- und Kulturangelegenheiten. Dass im Bezirk Themen geregelt werden, die sich lokal sehr rasch auswirken, zeigte er anhand der Musikfachschule Altötting und dem Bezirkskrankenhaus Haar anschaulich auf. Unterstützt wird Heuwieser von Daniela Haderer, 53, aus Kastl. Sie will versuchen, so viele Stimmen wie möglich auf sich zu ziehen, um auch Themen wie neue Wohnformen für Senioren oder die Senkung des Verwaltungsaufwandes in Kindergärten stärker zu betonen.

Karl Maier, 68, hat berufsbedingt große Kenntnisse im Bereich der Wasser- und Energieversorgung. Sein Wissen bringt er ein, um den Direktkandidaten Manfred Zallinger möglichst kräftig zu unterstützen. Sein Credo „Wahlpflicht ist erste Bürgerpflicht“ legte er allen Zuhörern deutlich ans Herz.

Vor dem Vortrag des Landtagskandidaten Zallinger stellte sich auch der Bundestagskandidat der Freien Wähler Andreas Altmann, 31, vor. Sein Anliegen kann es nur sein, die kommunalen Themen der Freien Wähler auch im Bundestag stärker zur Geltung zu bringen.

Schließlich sprach Manfred Zallinger, 50, in einem freien und lebhaften Vortrag über das komplette Spektrum der Landespolitik. Er begann mit der auch im Kreistag heiß diskutierten Frage der Breitbandversorgung im ländlichen Raum, um über das vielschichtige und problematische Thema Energieversorgung bei den Schulen zu landen. Es muss uns doch zu denken geben, so sein Aufruf, wenn 70 % der Jugendlichen in Ballungszentren in Gymnasien gehen, während es im ländlichen Raum gerade einmal 25 % sind. So viel dümmer sind wir bestimmt nicht!

Er wies darauf hin, dass Entscheidungen im Landtag oft erst zustande kommen, wenn der Druck durch Unterschriftensammlungen und Diskussionsbeiträge im Plenum für die regierenden Parteien spürbar wird. Das zuletzt für Unruhe sorgende Thema der Privatisierung der Wasserversorgung diente trefflich als Beispiel. Es war Zallinger ein Anliegen, seine Zuhörer darüber in Kenntnis zu setzen, dass er bei einem Besuch in Brüssel erkennen musste, dass in entscheidenden Gremien kein deutscher Parlamentarier sitzt, um unsere Interessen vertreten zu können. Über die Situation der Troika in Griechenland wusste er ebenso zu berichten, wie über die Probleme bei der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum. Die Farce der CSU mit den Autobahngebühren für Ausländer und der Abschaffung der Studiengebühren, die auch erst durch den Druck der Freien Wähler durchsetzbar wurde, thematisierte er in sachlicher Weise, aber nicht ohne deutliche Vorwürfe an die Entscheider zu formulieren. Es ist doch zu hinterfragen, weshalb unser Staat 90 Millionen für Gutachten zum Donauausbau ausgibt, aber nur einen Bruchteil dieser Summe für den Hochwasserschutz bereitstellt.

Zur Situation am Arbeitsmarkt erzählte Zallinger von seinem Besuch in einem Schlachthof im Landkreis Mühldorf, die an rumänische Investoren verkauft worden ist. Die Arbeiter erhalten einen Monatslohn von 179,- Euro. Da muss man sich über Qualitätsfragen nicht mehr unterhalten. Ganz zu schweigen von den unwürdigen Bedingungen, unter denen diese Arbeiter hier untergebracht sein müssen. Zuletzt erläuterte Zallinger noch die skandalösen Umstände im Fall Mollath. Unglaublich, dass vier Gutachten über einen Menschen erstellt werden und vor Gericht Gültigkeit haben, ohne dass je einer der Gutachter Herrn Mollath persönlich gesehen hat.

Krause eröffnete die anschließende Diskussion mit dem Hinweis auf den Artikel im ANA vom Samstag über Franz X. Kirschner, der mit den parteipolitischen Schauspielereien nicht zurechtkam. Hierin sieht man, wie richtig und wichtig die Denkweise der Freien Wähler sei, keinen Fraktionszwang auf die Parlamentarier auszuüben. Erwin Schmidt stellte die Frage, ob sich Zallinger eine Koalition mit der CSU vorstellen könne. Da dies sehr schwierig sei, würde er persönlich es vorziehen, weitere fünf Jahre Oppositionsarbeit zu leisten, um keine faulen Kompromisse eingehen zu müssen. Rüdiger Obst wies darauf hin, dass den Freien Wählern eine Plattform fehle, um den Bürgern die gute Arbeit nahe bringen zu können. Schließlich forderte Frau Bleich, das Thema der Rentenungleichbehandlung bei Frauen mit Kindern vor 1992 stärker in den Fokus zu rücken. Da dies ein Bundesthema ist, wird sich Andreas Altmann verstärkt um dieses wichtige Anliegen bemühen. Nach der Erläuterung der Wahlzettel dankte Krause für die Vorträge und die guten Diskussionsbeiträge, die bewiesen, dass die Kandidaten der Freien Wähler sehr nah am Bürger sind.

(Gerhard Krause)