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FW Alzgern-Neuötting; Alzern soll stärker in den Fokus

Alzern soll stärker in den Fokus

"Manche Defizite" in der Kommunikation zwischen Alzgern und dem Neuöttinger Stadtrat macht Bernd Jändl aus.  − Foto: Brandl

17.02.2014

Freie Wähler fordern: Stadträte müssen die Realitäten vor Ort kennen

Alzgern/Neuötting. Die Neuöttinger Stadtpolitik sollte Alzgern stärker in den Fokus nehmen – das wurde beim politischen Frühschoppen der Freien Wähler im Brandhof in Alzgern am gestrigen Sonntag an mehreren Stellen gefordert. Rund 35 Besucher kamen zu der Veranstaltung.

"Jeder schaut, dass er Alzgern erwähnt", sagte Ortsvorsitzender Bernd Jändl mit Blick auf die Wahlveranstaltungen der Parteien. "Aber wenn die Wahl vorbei ist, erinnert man sich nicht mehr so", fuhr er fort. Zu den Bällen Alzgerner Vereine kämen die Stadträte meist nur in Wahlkampfzeiten. Das Verhältnis zwischen Neuötting und Alzgern sei "nicht so ganz einfach" – die Stadt werfe den Alzgernern vor, dass sie sicht nicht zu Neuötting bekennen, die Alzgerner wiederum fühlten sich vernachlässigt.

Jändl erklärte, ein selbstständiges Alzgern wäre heute nicht mehr möglich. Der Ort profitiere von Neuötting, dessen Verwaltungsleistungen Alzgern alleine nicht stemmen könnte. Andererseits profitiere auch Neuötting von Alzgern, seien doch mit der Eingemeindung 1971 rund 1000 Menschen zur Stadt dazugekommen, das entspreche einem Zuwachs von 18 Prozent. Die Fläche der Stadt habe sich damals um rund 3600 Hektar fast versiebenfacht: Das sei Raum zum Gestalten, zur Ansiedlung von Gewerbe und ein attraktiver Wohnort, wo junge Familien bauen könnten.

Jetzt gehe es darum, die Weichen für die Zukunft Alzgerns zu stellen, so Jändl weiter. Allerdings gebe es bislang in der Zusammenarbeit mit dem Stadtrat "manche Defizite." Die künftigen Räte müssten die Realitäten vor Ort kennen und dürften sich bei ihren Entscheidungen nicht auf Halbwahrheiten stützen, die sie von Dritten erfahren haben. Zwar gebe es im Stadtrat einen Referenten für Alzgern, aber der habe nie die Gelegenheit bekommen, richtig zu referieren, stellte er fest.

Jändl erinnerte an den im Stadtrat unterbreiteten Vorschlag, man solle doch in Alzgern, wenn Gebäude benötigt würden, auf zwei Fertiggaragen zurückgreifen: "Da braucht man nicht mehr viel dazu sagen." An dieser Stelle gab es einen Zwischenruf: "Ein Dixie-Klo wär’ noch abgegangen!"

Kritisch ging Jändl auch auf den Vorschlag von CSU-Bürgermeisterkandidat Veit Hartsperger ein, die Sicherung der Nahversorgung solle erfolgen, indem jeder seinem Nachbarn etwas aus dem Markt mitbringt. Das wäre nach Ansicht von Jändl so, als wolle man die Arzt-Versorgung sicherstellen, indem man Menschen, die sich eine Schnittwunde zugezogen haben, empfiehlt, sich selbst den Verband anzulegen. "Ich habe nicht für alles eine Lösung, aber ich verkaufe nicht meine Ratlosigkeit als Zukunftskonzept", so Jändl wörtlich.

Sicher sei aber, dass eine intakte Nahversorgung ein wichtiger Standortfaktor sei: "Wenn wir kein Geschäft mehr haben, sinkt der Wert unserer Immobilien."

"Das ist ein bisschen Augenwischerei!"Jändl ging kritisch auf die Kampagnen von SPD und CSU ein: Die Sozialdemokraten sähen Neuötting "auf einem guten Weg". Aber: "Eigentlich sollte man das Ziel im Auge haben, nicht den Weg." Und: Viel sei auf diesem Weg auch noch nicht passiert. – Die CSU habe eine Bürgerbefragung initiiert. "Aber was kommt raus? Alles, was wir schon wissen!" Dann werde versprochen, die Projekte in der nächsten Wahlperiode anzupacken. Es stelle sich die Frage, warum die Probleme nicht jetzt schon gelöst worden seien: "Das ist ein bisschen Augenwischerei!"

Jändl sagte, den Freien Wählern sei es wichtig, Energie-Fragen in Bürgerhand zu wissen. Deswegen sei die Gründung der "EGIS" unter anderem auf Initiative der FW hin erfolgt. Auch wollten sie eine attraktive Freizeitgestaltung für Jugendliche ermöglichen. Und: Es gelte, die Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden wirklich zu forcieren. So gelte für die die bisherigen gemeinsamen Stadtratssitzungen mit Altötting: "Alles ein bisschen Wischi-Waschi."

Auch bei der anschließenden Vorstellung der Stadtratskandidaten kam das Verhältnis zwischen Neuötting und Alzgern zur Sprache. So sagte Elfriede Strohmeyer, für beide Orte gelte, "wir zwei sind Eins." Dennoch könne man nicht immer einer Meinung sein. − afb

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