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FW Mehring; Wir werden die Ortsumfahrung nie befürworten

"Wir werden die Ortsumfahrung nie befürworten"

Siegfried Huber, Gemeinderat und langjähriger Ortsvorsitzender, kritisierte die Vorplanung der Burghauser Umgehungsstraße durch den Landkreis.
Listenführerin und stellvertretende Ortsvorsitzende Roswitha Leidinger präsentierte die Kandidaten der Freien Wähler.  − Fotos: Fuchs

15.02.2014

Freie Wähler eröffnen ihren Wahlkampf – Ziel ist ein viertes Mandat im Gemeinderat

Siegfried Huber, Gemeinderat und langjähriger Ortsvorsitzender, kritisierte die Vorplanung der Burghauser Umgehungsstraße durch den Landkreis.

Mehring. Ein Versprechen machte Robert Buchner, Ortsvorsitzender der Freien Wähler beim kommunalpolitischen Frühschoppen im Gasthaus Widmaier: Er versicherte, dass sich die Gemeinderäte der Freien Wähler auch die kommenden sechs Jahre im Gemeinderat bei allen Entscheidungen aktiv einbringen wollen.

Kreisvorsitzender Dieter Wüst bescheinigte dem Mehringer Ortsverein, mit einer fähigen Kandidatenliste ins Rennen zu gehen. "Die Freien Wähler sind im Landkreis und in Mehring eine politische Bank", so Wüst. Er bezeichnete es auch nicht als Makel, dass in Mehring kein Bürgermeisterkandidat aufgestellt wurde.

Siegfried Huber, dem langjährigen früheren Ortsvorsitzenden, war es vorbehalten, einen kurzen Rückblick auf die nun zu Ende gehende Amtszeit des Gemeinderates zu halten. Herausragendes Ereignis nannte er den Sportparkbau. Für die "Am Huf" geplante Seniorenresidenz konnte trotz intensivster Bemühungen leider kein Betreiber gefunden werden.

Die Burghauser Ortsumfahrung wird "wegen der minimalen Verkehrsentlastung" vom Mehringer Gemeinderat weiterhin mehrheitlich abgelehnt, so Huber. Die ortsnahe Variante bezeichnete Huber als die schlechteste Lösung. "Wenn uns die Straße schon aufgebürdet wird, dann höchstens am Fuße des Hechenberges", so Huber. FW-Ortsvorsitzender Robert Buchner stieß ins selbe Horn. Er glaube nicht daran, dass diese Umgehung je gebaut wird, weil laut Auskunft des Bundesverkehrsausschusses zur Zeit 850 Ortsumfahrungen im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes sind, in dem die Burghauser Ortsumfahrung nicht einmal aufgelistet ist und es auch als nicht gesichert gelte, dass sie 2015 bei der nächsten Fortschreibung überhaupt Aufnahme findet. Vor diesem Hintergrund seien die vom Landkreis hierfür geleisteten Vorplanungskosten in keiner Weise vertretbar. "Wir Mehringer Freien Wähler werden diese Ortsumfahrung nie befürworten", so Buchner, "Denn wir werden von Mehringer Bürgern gewählt, die diese Umfahrung ablehnen."

Nach diesen deutlichen Worten zum unterschwelligen Dauerthema in der Mehringer Gemeindepolitik hob Buchner hervor, dass die Mehringer Freien Wähler in den nächsten sechs Jahren die Themen der Klausur in Thierhaupten zur Zukunftsentwicklung aufgreifen wollen. So die Entwicklung des Areals um die ehemalige Dorfwirtschaft in Mehring mittels einer Ortsabrundung. An größere Baulandausweisungen ist hingegen – wie in Thierhaupten von allen Teilnehmern übereinstimmend festgehalten wurde – nicht gedacht. Wichtig sei die Verwirklichung einer eigenen Zufahrt für das Gewerbegebiet Hohenwart mit einer Entlastung der Ortschaft Hohenwart vom Lkw-Verkehr und die Schaffung von kleinteiligen Wohnungen für Senioren nach dem Scheitern der Seniorenresidenz mangels eines Betreibers. Buchner machte hier die für eine solche Einrichtung fehlende Infrastruktur in Mehring verantwortlich.

Listenführerin und stellvertretende Ortsvorsitzende Roswitha Leidinger war die Eröffnung des Reigens zur Vorstellung der Kandidaten der Freien Wähler vorbehalten. Robert Buchner gab als Ziel die Erringung eines vierten Sitzes aus.

Huber, Leidinger und Buchner stellten dann die Schwerpunkte für die nächsten sechs Jahre im Gemeinderat vor. Mit der Kinderkrippe, dem Kindergarten und der Schule sei die Gemeinde hier auf dem neuesten Stand. Wichtig sei auch der Unterhalt der 40 Kilometer Gemeindestraßen und der 16 Kilometer Siedlungsstraßen. Dass durch Mehring keine Kreisstraße führt, sahen sie als Versäumnis an, das sie abstellen wollen. Die weitere Bautätigkeit in der Gemeinde sahen sie im Lückenschluss noch vorhandener freier Bauflächen, nicht in der Neuausweisung von Baugebieten.

Ferner wollen sich die Freien Wähler für "sinnvolle" Gewerbeansiedlungen in der Gemeinde einsetzten. Augenblicklich geschehe das in Lindach in Zusammenarbeit mit der Stadt Burghausen. Da die Rücklagen der Gemeinde vollständig aufgebraucht sind und man dieses Jahr ein Minus von 400 000 Euro aus dem Vorjahr im Gemeindehaushalt ausgleichen muss , setzen sich die Freien Wähler dafür ein, in den nächsten Jahren Rücklagen zu bilden. Als einzig wichtige Investition für die kommenden Jahre sehen sie deshalb nur den Bau einer eigenen Zufahrt für das Gewerbegebiet Hohenwart. Musikalisch wurde der Frühschoppen von einer Formation des Trachtenvereins Almenrausch Lindach aus Burghausen umrahmt. − mf

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