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FW Töging; Pflichtaufgabe, Ideen für die Hauptstraße

Pflichtaufgabe: Ideen für die Hauptstraße

Bürgermeister-Kandidat Alexander Wittmann präsentierte die Visionen der FW.  − Foto: Lambach

11.02.2014

"Kandidaten, Kuchen und Konzepte" – Auftaktveranstaltung der Freien Wähler mit Bürgermeisterkandidat Wittmann

Töging. Eines vorweg: Wer sich ein Statement zu den Themen erwartet hatte, mit denen die Freien Wähler zuletzt Schlagzeilen gemacht hatten – das "geexte" Bier des Bürgermeisterkandidaten oder der (gewesene) Stadtrats-Kandidat, der Mitglied bei den Hells Angels ist – der hörte nichts.

Das Motto des sonntäglichen Kaffeetrinkens, der Auftaktveranstaltung der Freien Wähler Töging mit ihrem Bürgermeister-Kandidaten Alexander Wittmann, lautete "Kandidaten, Kuchen und Konzepte" – und dabei blieb man. Die Freien Wähler hatten in drei Arbeitskreisen Themen aufgearbeitet und Ideen entwickelt, die am Sonntag Nachmittag in über eineinhalb Stunden vor etwa 50 Zuhörern vorgestellt wurden.

Erst gab es Kuchen, dann zeigte Wittmann Visionen auf, langfristige Ziele und Konzepte, die auf zehn bis 15 Jahre angelegt sind. Das Hauptstichwort war dabei die Hauptstraße. Es sei "unsere Pflicht, die Hauptstraße herzurichten", fand Wittmann. Stadtrat Josef Neuberger sprach davon, dass die Hauptstraße keine "Prachtstraße" sei, von der man in den 70er Jahren geträumt hatte, "sondern eher eine Elendsstraße". Wichtig sei, "dass man durch Töging durchfährt und sagt, da fühl’ ich mich wohl", sagte Neuberger. Heute sei es aber eher so, dass Töginger ihre Besucher von der Autobahn durch die Siedlung leiten, "damit die ja nicht die Hauptstraße sehen".

Mit den Gebäuden an der Hauptstraße, die seit Jahren leer stehen, hat Wittmann, haben die Freien Wähler auch einiges vor, wenngleich "ein paar Häuser abgerissen" werden sollten. Aber aus dem früheren Edeka-Geschäft könne man was machen, das Graf-Haus müsste hergerichtet werden, ein neues Pfarrheim könnte im Bereich des früheren Biergartens Gillhuber angesiedelt und so in den Stadtpark integriert werden. Die Bücherei gehörte an die Hauptstraße, auch ein Jugendzentrum müsste mitten in den Ort und im alten Kino könnte ein Seniorenkommunikationszentrum entstehen – all diese behindertengerecht.

Auch müsse man Dienstleister herbringen: "Wir müssen schauen, dass die Leute herziehen, aber wenn die Hauptstraße heute so aussieht, kommt keiner her", so Wittmann. In Folge der Hauptstraße sah Wittmann auch die Notwendigkeit der Industriestraße auf der alten Gleistrasse, damit die Lastwagen sicher ins Industriegebiet fahren könnten.

Freilich war auch der Volksfestplatz ein Thema: Hier sprach sich Wittmann aus Sicherheitsgründen eindeutig gegen einen Platz in der Nähe der Autobahn aus. Und hier gab es dann doch eine Art Statement: "Jeder, glaub’ ich, hat schon mal ein Bier getrunken" sagte Wittmann (dafür gab’s Gelächter von den Zuhörern) "und das darf man auch am Volksfest". Allerdings sei die Nähe zur Autobahn eine Gefahr für Volksfest-Besucher – und umgekehrt könnten die Volksfest-Lichter die Autofahrer auf der Autobahn irritieren, so Wittmann.

Ein Konzept für die Jugendarbeit hatte Christian Giesecke präsentiert. Er bezeichnete es als eine "Katastrophe", was sich im Umfeld der Mehrzweckhalle tue – beim Sammeln der leeren Bierflaschen sei zumindest einiges an Pfandgeld herausgekommen. Er sprach sich dafür aus, dass es für Jugendliche mehr brauche als einen Kickerkasten und einen Billardtisch – man müsse einen Raum für eine Band vorhalten, man sollte in einem Jugendzentrum auch den Betrieben die Möglichkeit geben, mit den Jugendlichen zu reden, Praktika zu vermitteln.

Weiteres Thema war die Wasserversorgung. Hier wurde ein weiterer Notverbund, aber in Richtung Altötting, gefordert, ebenso die Möglichkeit der Tiefenbohrung.

Grund-Voraussetzung für alles städtische Handeln sind die Finanzen. Hier rief Neuberger dazu auf, Grundstücke aufzukaufen, um sie zu bevorraten und sie für einen Wiederverkauf vorzubereiten und die Grundstückspolitik in eine eigene Haushaltsstelle zu transferieren. Den Gedanken griff auch Wittmann auf: Das Motto müsse lauten: Ankaufen, herrichten und verkaufen. Die Stadt sollte dabei auch an der Hauptstraße Grundstücke erwerben, um familienfreundliches Wohnen zu ermöglichen. Ein weiterer Vorschlag des Kandidaten war, Grundstücke im landwirtschaftlichen Bereich für künftige Gewerbeansiedlungen zu erwerben.

Auch wurde die Idee geäußert, die verschiedenen Sportgelände quasi zusammenzufassen – einen Mehrzweckplatz zu schaffen (auf dem dann auch ein Volksfest stattfinden könnte) und ein neues Stadion zu bauen. Das aber, so sagte Wittmann, sei "Zukunftsmusik" – Visionen eben. − ina

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