28.02.2020
Politischer Aschermittwoch der Freien Wähler in Hohenwart

"Frei, unabhängig und bürgernah, dafür stehen die Freien Wähler seit jeher", sagte Kreisvorsitzender und Kreistagsspitzenkandidat Dieter Wüst beim politischen Aschermittwoch mit Fischessen im Gasthof Schwarz in Hohenwart vor 130 Zuhörern.

"Frei, unabhängig und bürgernah, dafür stehen die Freien Wähler seit jeher", sagte Kreisvorsitzender und Kreistagsspitzenkandidat Dieter Wüst beim politischen Aschermittwoch mit Fischessen im Gasthof Schwarz in Hohenwart vor 130 Zuhörern. Musikalisch begrüßte die "G’mahde Wiesen" die Gäste, viele davon Amtsträger bzw. Kandidaten bei den Komunalwahlen. Für kabarettistische Unterhaltung sorgten Christa Hager, Gerhard Krause und Erwin Schmidt von der Hofmarkbühne Winhöring.

FW "Demokratie braucht mutige Menschen"

Wüst sparte sich verbale Spitzen gegen die politischen Mitbewerber, konzentrierte sich auf das Profil der Freien Wähler. Die FW seien eine aktive, unabhängige, ideologiefreie Kraft in der regionalen Kommunalpolitik. Sie setzten auf kommunalpolitisches Fachwissen und gesunden Menschenverstand in der bürgerlichen Mitte. Und durch die Regierungskoalition in München könnten die Forderungen der Kommunen gehört und umgesetzt werden. 

Auf Landkreisebene stünden die Freien Wähler für die Stabilisierung der Kreisumlage; um dies zu erreichen, dürfe die Aufnahme neuer Kredite kein Tabu mehr sein. "Die Kommunen dürfen nicht noch stärker belastet werden", sagte Wüst.

Er umriss auch die anstehenden Aufgaben: die Stärkung des Schulzentrums Altötting, Schulneubauten und -erweiterungen sowie der Ausbau des Landratsamtes. Dutzende Millionen Euro würden diesbezüglich in den nächsten Jahren aufgewendet. Doch ganz oben auf der Aufgabenliste stehe die Sicherstellung der Krankenversorgung im Landkreis nach der Klinikfusion. Hier gelte es vor allem den Klinikstandort Burghausen zu sichern.

Die Fertigstellung der A94 zumindest in Oberbayern sei ein verkehrlicher Meilenstein. Nun gelte es das Augenmerk auf den Bahnausbau zu richten und den ÖPNV zu stärken. Weiters dürften die Ortsumfahrungen von Burghausen, Pirach, Garching und Reischach nicht aus den Augen verloren werden.

Klimapolitik sollte so wenig ideologisch befeuert werden wie möglich, zeigte sich der FW-Spitzenkandidat überzeugt: "Hier kommen wir als Industriestandort nur in Zusammenarbeit mit der Industrie weiter." Wasserstofftechnologie sei ein großes Thema. Hier müsse die Region ansetzen, müssten der chemischen Industrie neue Felder eröffnet werden. Denn die Ankündigung der Wacker Chemie, über 1000 Stellen abzubauen, stimme nicht optimistisch. In welcher Zahl diese Streichungen den Standort Burghausen treffen, sei jedoch noch unklar.

Wichtig sei schließlich auch die Integration der ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger sowie die Förderung von Freizeit, Kultur und Sport. Hier gelte es im Besonderen, das Ehrenamt weiter zu stärken. "Demokratie braucht mutige Menschen", so Dieter Wüst abschließend: "Das ist der Schlüssel für unser weiteres erfolgreiches Wirken."

Nachdem Dieter Wüst namentlich die 60 Kandidatinnen und Kandidaten der FW-Kreistagsliste vorgestellt hatte, wandte sich Gerhard Krause als "Professor für Gesellschaftsthemen" gegen die Flut von Negativnachrichten auf allen Medienkanälen. Dabei gäbe es auch Gutes zu berichten, 75 Jahre Frieden etwa. Erwin Schmidt agierte als vorlauter Hausmeister, der auch vereinzelt Besucherinnen und Besucher auf die Schippe nahm. Und Christa Hager kündigte dann zwei "ältere Herren" an, wiederum Krause und Schmidt, die sich unter anderem der Klimadebatte widmeten. − mf 

Quelle: Alt- Neuöttinger Anzeiger vom 28.02.2020 

https://plus.pnp.de/lokales/landkreis_altoetting/3618970_Landkreis-Altoetting.html 

Fotos: mnu